Kartentricks: Der ultimative Leitfaden für Anfänger

Du wolltest schon immer wissen, wie dieser eine Kartentrick funktioniert? Wie es Zauberer immer wieder schaffen, uns zu verblüffen? Jetzt willst du selbst solche Kartentricks lernen, weißt aber nicht, wo du beginnen sollst? Dann bist du hier genau richtig!

Hier gibt es eine Übersicht zu den wichtigsten Kartentrick-Techniken, die Zauberer auf der ganzen Welt tagtäglich verwenden sowie Anleitungen zu einfachen  Kartentricks — perfekt für Anfänger!

Grundlagen vor der Aufführung:

Beim Zaubern sind eigentlich nur zwei Dinge wichtig: Trete selbstbewusst auf und unterhalte dein Publikum. In beiden Dingen wirst du mit der Zeit besser werden, doch zu Beginn heißt es erst einmal: Üben, üben, üben! Zaubere nicht gleich los, sondern nimm dir genügend Zeit, deine Tricks vorzubereiten und einzustudieren. Erst wenn du das gemacht hast und der Trick wirklich sitzt, kannst du ihn deinen Zuschauern vorführen.

Tipp: Führe deine Tricks zunächst vor einem kleinen Publikum auf, um Nervosität zu vermeiden. Mit der Zeit wird deine Präsentation immer routinierter und du wirst weniger nervös, wenn du vor einem größeren Publikum auftrittst. Der Zuschauer bemerkt, wenn du unsicher bist, und das gilt es zu vermeiden. Nun aber zum Zaubern:

Handgriffe:

Am Anfang kann es helfen, ein paar grundlegende Kartentrick-Techniken zu lernen, bevor du mit dem Zaubern beginnst. Die wichtigsten stelle ich dir hier kurz vor:

  1. Pinky Break: Beim Pinky Break legt der Zauberer seinen kleinen Finger geschickt von der Seite zwischen die Karten. Es liegt ein Stapel auf dem „Pinky“ (engl. für kleiner Finger), der ander darunter. Der Zuschauer bemerkt davon nichts. Vorteil: Der Zauberer kann so zum Beispiel die Position einer Karte im Deck markieren.
  2. Double Lift: Beim Double Lift dreht der Zauberer anstatt der obersten Karte gleich die obersten zwei Karten um. Damit der Zuschauer auch nichts bemerkt, werden die beiden Karten so umgedreht, als wären sie zusammengeklebt. Vorteil: Der Zuschauer vermutet an oberster Stelle die Karte, die eigentlich an zweiter Stelle liegt. Wird die erste Karte in der Mitte des Decks platziert, befindet sich die Karte, von der der Zuschauer ausgeht, dass sie an oberster Stelle lag nun tatsächlich an oberster Stelle. Mehr zu diesem Kartentrick hier.
  3. Force: Bei einem Force, bittest du deinen Zuschauer eine Karte auszuwählen. Die Auswahl erscheint zwar für ihn so, als würde er die Karte wählen, tatsächlich hast du diese aber schon im Vorhinein bestimmt. Vorteil: Du kennst die ausgewählte Karte, der Zuschauer weiß davon aber nichts. Der Zuschauer kann also zum Beispiel direkt nach der Auswahl die Karten mischen. Du kannst mithilfe eines Forces auch die Gedanken deines Zuschauers lesen.

Kartentricks:

Mathematische Kartentricks:

Wenn du sofort mit dem Vorführen beginnen willst, gibt es noch eine andere Option. Ohne jegliche Vorkenntnisse können vor allem mathematische Kartentricks problemlos und in kürzester Zeit aufgeführt werden. Der Grund dafür: Du benötigst keine Handgriffe – die „Magie“ übernimmt für dich vollständig der mathematische Hintergrund dieser Tricks. Meine beiden Favoriten kurz hier aufgelistet und erklärt:

  1. Drei Stapel (21 Karten): Wie sich bereits am Namen des Kartentricks erkennen lässt, werden bei diesem Trick 21 Karten insgesamt drei Mal auf drei verschiedene Stapel aufgeteilt. Der Zauberer kann danach die im Vorfeld vom Zuschauer ausgewählte Karte identifizieren.
  2. Dreimal abheben: Von einem Deck, dessen Anzahl an Karten vom Zuschauer bestimmt wurde, wird mithilfe einer weiteren Zahl des Zuschauers  insgesamt dreimal abgehoben. Der Zauberer kann bei diesem Trick die Karte, die sich zum Schluss an oberster Stelle im Kartenspiel befindet vorhersagen.

Kartentricks für Anfänger:

Möchtest du doch ein paar Minuten investieren und bessere Reaktionen von deinen Zuschauern erhalten, empfehle ich folgende Kartentricks:

  1. Ambitious Card Routine: Ein simpler Kartentrick, der sich mit zunehmendem Können toll ausbauen lässt, ist die Ambitious Card Routine. Ein absoluter Kartentrick Klassiker, bei dem dein Zuschauer eine Karte zieht und diese im Deck immer wieder nach oben springt.
  2. Any Card At Any Number: Ein weiterer, noch einfacherer Kartentrick ist der Any Card At Any Number (Deutsch: beliebige Karte bei beliebiger Zahl). Dieser Kartentrick ist ein waschechter Klassiker. Sehr verblüffend für unwissende Zuschauer und sehr einfach in der Durchführung. Der Zuschauer nennt eine beliebige Karte und eine Zahl zwischen 1 und 52. Die gewünschte Karte befindet sich daraufhin an genau der mittels Zahl vom Zuschauer genannten Position im Kartendeck.

Tipps:

  1. Überlege dir im Vorfeld Antworten, falls während eines Tricks einmal etwas schiefläuft, ein kritischer Zuschauer dich enttarnt, oder einfach nur merkwürdige Fragen stellt.
  2. Zuschauer können hartnäckig sein, aber verrate auf keinen Fall deinen Trick, denn dann ist der Zauber weg. Erklärst du deinen Trick nicht, wird er deinem Zuschauer länger im Gedächtnis bleiben, weil er noch länger nachdenken wird, wie du das Ganze angestellt hast.

Ansonsten viel Spaß und gutes Gelingen beim Zaubern 🙂

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