Supreme Bicycle Spielkarten

Spielkarten: Das richtige Kartendeck

Du bist auf der Suche nach einem neuen Deck Spielkarten? Dann bist du hier genau richtig! Hier erkläre ich Dir, welche die richtigen Spielkarten für Dich sind, wie sie sich unterscheiden, welche Decks wofür geeignet sind und worauf du beim Kauf achten solltest.

INHALTSVERZEICHNIS

  1. Das richtige Material
  2. Spielkarten nach verschiedenen Größen
  3. Spielkarten nach Blatt
  4. Spielkarten für Zauberer
  5. Trickdecks mit Spezialeffekten
  6. Spielkarten für Cardistry
  7. Spielkarten als Sammlerobjekt
  8. Empfehlung & Tipps

Das richtige Material bei der Auswahl der Spielkarten

Papier vs. Plastikkarten

Spielkarten werden hauptsächlich in zwei Materialien angeboten: Papier und Plastik. Beide Materialien haben ihre Vor- und Nachteile. Plastikkarten sind widerstandsfähiger als Papierkarten und haben daher meist eine längere Lebensdauer. Vor allem, wenn sie regelmäßig mit kleinen Kindern Karten spielen, könnten Plastikkarten die richtige Wahl sein. Papierkarten liegen allerdings oftmals besser in der Hand als Plastikkarten und sind leichter, weshalb sie für Kartentricks besser geeignet sind. Die Steife und Unbiegsamkeit von Plastikkarten lässt nämlich keinerlei Spielraum für geschickte Handbewegungen. Dadurch, dass bei Zaubertricks oder auch zu Spielbeginn beim Poker ohnehin oftmals ein neues, versiegeltes Deck geöffnet wird, dürfte auch die etwas kürzere Lebensdauer bei Papierkarten für die meisten kein Problem sein. Für den Zuschauer/Spieler hat es übrigens den Vorteil, dass gezeigt wird, dass es sich um ein neues, nicht gezinktes Deck handelt.

Die Oberfläche der Karten

Bicycle Peak Ass Closeup

 

Die Oberfläche bzw. das Finish der Karten ist tatsächlich weniger wichtig für die Auswahl des Decks und mehr persönliche Präferenz. Ich würde rein subjektiv von Karten mit einem glatten Finish abraten, ansonsten macht man aber mit keiner der hier aufgeführten Oberflächen etwas falsch.

Der Vollständigkeit halber folgt dennoch eine kurze Übersicht über die verschiedenen Finishes, auch wenn der Unterschied meist kaum merklich ist.

  • Air cushion finish: Eine patentiert Technologie der USPCC (United States Playing Cards Company), die für die Karten ihrer Marke “Bicycle” verwendet wird. Diese Art von Oberfläche wird heute auf fasten allen Karten der USPCC verwendet, jedoch aufgrund der früher unterschiedlichen Methoden unter verschiedenen Namen.
Bicycle Air Cushion Finish
Bicycle Air Cushion Finish
  • Leinen Finish: Ein exklusiver Name der USPCC für die Marke “Tally-Ho”. Die Oberfläche ist identisch zum Air-Cushion Finish
  • Cambric Finish: Erneut, ein anderer Name für das Air Cushion Finish der USPCC, diesmal zu finden auf den Bee Playing Cards.
  • Magic/Performance/Premium Finish: Dieses Finish wird bei Karten mit einer Auflage von weniger als 15000 Decks bei der USPCC verwendet. Die Karten sind etwas rutschiger was sich gut zum auffächern eignet
  • Smooth und Ivory Finish: Kein Air Cushion finish, sondern ganz im Gegenteil, eine simple, glatte Oberfläche. Dadurch, dass keine Grübchen und Riffelungen vorhanden sind, haben die Karten keinerlei Textur und gleiten oft schneller aus den Händen. Ausserdem eignen sie sich schlechter zum auffächern der Karten. Die Aviator und Aladdin Marken der USPCC verwenden diese Oberfläche. Letztere Marke ist exklusiv in Singapur erhältlich.
  • Nevada Finish: Karten mit einem Plastik-Überzug und Air Cushion Finish. Verwendet wird diese Technik unter anderem bei Hoyle Spielkarten.

Spielkarten nach verschiedenen Größen

 

Standardgröße Pokerkarten

Das Standardformat für Pokerkarten ist 64 x 89mm. Beinahe jedes Pokerkartenspiel ist in dieser Größe verfügbar. Das Format sorgt für optimale Handlichkeit und hat sich über Jahrzehnte als Standard etabliert.

Jumbo Decks

Jumbo Decks sind aufgrund der größeren Indizes besonders geeignet für Kinder und Menschen mit eingeschränktem Sehvermögen. Auch in Casinos sind sie wegen dieser Beschaffenheit sehr beliebt. Selbst aus schwierigen Winkeln lassen sich die Karten gut ablesen.Eine feste Größe gibt es bei Jumbo Spielkarten nicht. Grundsätzlich beginnen die Decks bei Standardgröße, können aber auch bis zu 26 x 36cm groß sein.

Mini Decks

Bicycle Mini Deck im Vergleich zur Standardgröße
Bicycle Mini Deck im Vergleich zur Standardgröße

Mini Decks haben eine Größe von 41 x 63mm und sind damit besonders handlich. Sie benötigen wenig Platz und sind extrem leicht, was sie perfekt für jede Hosentasche macht.

Bridge Spielkarten

Bridge-size-Karten sind speziell dazu da, Bridge zu spielen. Die Karten sind mit einem Format von 57 x 89mm etwas schmaler als ein normales Pokerdeck.

Tarock/Schafkopf Karten

Tarock-Schafkopfkarten, welche typischerweise zum Schafkopfen in Bayern verwendet werden, haben ein Maß von 55 x 105mm.Reine Tarockkarten hingegen sind mit einem Maß von 115 x 65mm nocheinmal etwas größer.

Patience- & Solitär Decks

Patience- oder Solitärkarten sind normalerweise kleiner als normale Pokerkarten, mit einer Größe von etwa 67 x 42 mm. Solitärkarten- und Patiencedecks werden jedoch auch in Bridgegröße (ca. 88 x 58mm) oder als Miniaturkarten mit einer Größe von etwa 45 x 32 mm hergestellt. Sie werden häufig als Doppelpack in einer einzigen Schachtel verkauft, da die Spiele Patience und Solitär oftmals zwei ganze Kartendecks erfordern. Doppelpackungen haben oft unterschiedliche Rückendesigns. Einfluss auf dad Spiel hat das allerdings keinen.

Spielkarten nach Blatt

Ass, König, Joker und Bube – bei Spielkarten gibt es verschiedenste Blätter und Varianten. Von 32 bis 55 Karten, vom klassischen amerikanischen „Pokerblatt“ mit Peak und Ass bis hin zu den traditionellen, bayerischen Schafkopf-Tarock-Karten mit Schelle und Sau. Doch welche Varianten von Spielkarten gibt es nun genau? Hier erkläre ich, wie sich die Karten voneinander unterscheiden.

Das klassische Pokerdeck – angloamerikanisches Blatt

Anglo-amerikanische Spielkarten werden typischerweise im Casino und beim Poker verwendet. Auch bei Zauberern stoßen sie auf große Beliebtheit. Die Karten und Motive sind international bekannt und zeichnen sich typischerweise durch sehr gute Handlichkeit aus.Die Karten sind indiziert, sodass Farbe und Werte direkt aus der oberen linken bzw. unteren rechten Ecke abgelesen werden können.

Das Kartendeck besteht aus 52 Karten und 2 Jokern. Die 52 Karten unterteilen sich in vier verschiedene Blätter: Karo(♦), Herz (♥), Kreuz(♣) und Peak (♠). Die vier Farben unterteilen sich weiter in 13 verschiedene Zahlen und Bilder sowie ein Ass:

  • 9x Zahlkarten: Zahlen von 2 bis 10
  • 3x Bildkarten: Jack, Queen & King
  • 1x Ass (das Peak Ass ist typischerweise kunstvoll verziert und wird als Zahl 1 gewertet)

Französisches Blatt

Das französische Blatt ist dem amerikanischen Blatt sehr ähnlich. Die Karten sind auch hier indiziert, sodass Farbe und Werte direkt aus der oberen linken bzw. unteren rechten Ecke abgelesen werden können. Auch bei den Farben gibt es keine großen Unterschiede. Die Karten tragen allerdings meist deutsche Namen, weshalb beispielsweise die Queen-Karte mit einem “D” für Dame indiziert ist.

Das Kartendeck besteht erneut aus 52 Karten, welche sich in vier verschiedene Farben unterteilen: Karo(♦), Herz(♥), Kreuz(♣) und Peak (♠). Die vier Farben unterteilen sich weiter in 13 verschiedene Zahlen und Bilder sowie ein Ass:

  • 9x Zahlkarten: Zahlen von 2 bis 10
  • 3x Bildkarten: Bube, Dame & König
  • 1x Ass (oftmals als Zahl 1 gewertet)

Je nach Anwendung wird das Kartendeck noch um 1-3 Jokerkarten ergänzt.

Deutsches Blatt

Das deutsche Blatt kann je nach Region sehr verschieden aussehen. Dabei beginnt es schon mit den Farben: während die Symbole zwar weitestgehend dieselben sind, unterscheiden sich die Namen häufig. Die gängigsten Variante ist allerdings Eichel, Blatt, Herz & Schelle.Die Spielkarten umfassen typischerweise nur 36 Karten, welche in vier verschiedene Farben unterteilt sind. Die vier Farben umfassen jeweils:

  • 5x Zahlkarten: Zahlen von 6 bis 10
  • 3x Bildkarten: Ober, Unter & König oder Bauer, Dame & König
  • 1x Ass (im Normalfall prunkoll verziert)

Beim bayerischen Schafkopf tragen die einzelnen Karten spezielle Namen.

Die Ober heißen: Der Alte (Eichel), der Blaue (Blatt), der Fuchs (Herz). Die Asse (auch Sauen genannt) tragen die Namen die Alte (Eichel), die Blaue (Blatt) und die Bumpe(Schellen). Ausserdem werden anstatt Blatt auch die Begriffe Grün, Gras und Laub verwendet.

Französisches Blatt mit deutschen Farben (Four Color Deck)

Das französische Blatt mit deutschen Farben ist ein Kompromiss aus den französischen und deutschen Spielkarten. Die Decks verwenden ein schwarzes Kreuz, grünes Peak, rotes Herz und gelbes Karo. Des weiteren ist dieses Deck das offizielle Turnierblatt der internationale Skatordnung für Skat. Abseits von den unterschiedlichen Farben teilt sich das Blatt wie folgt auf:

  • 4x Zahlkarten: Zahlen von 7 bis 10
  • 3x Bildkarten: Bauer, Dame & König
  • 1x Ass

Tarockblatt

Tarockkarten sind nicht nur etwas größer als die meisten anderen Spielkarten, sonder haben auch beinahe vollkommen unterschiedliche Karten und Werte. Eine weitere Besonderheit ist, dass die Spielkarten bis auf die Trumpf/Tarock-Karten nicht indiziert sind. Das heißt, dass die Kartenwerte nicht in der links oben bzw. rechts unten angegeben sind. Die Decks, welche aus 54 Karten bestehen setzen sich wie folgt zusammen:

  • Peak und Kreuz Karten:
    • je 4 Zahlenkarten mit den Werten 7 – 10
    • je 4 Bildkarten: König, Dame, Cavall, Bube
  • Herz und Karo Karten:
    • je 4 Zahlenkarten mit den Werten 1 – 4
    • je 4 Bildkarten: König, Dame, Cavall, Bube
  • 22 Tarock-Karten mit römischen Indizes und teils speziellen eigenen Namen gehören zu speziellen Gruppen (Ausnahme: der Pagat (I) gehört zu zwei Gruppen):
    • Trull bestehend aus: Gstieß (XXII), Mond (XXI), Pagat (I)
    • Vögel bestehend aus: Pagat (I), Uhu (II), Kakadu (III), Quapil (IIII)
    • Die restlichen Trümpfe tragen keine speziellen Eigennamen, sondern sind lediglich durchnummeriert von V bis XX (5 – 20)

Spielkarten für Zauberer

Bei Zauberern kommt typischerweise das anglo amerikanische Poker-Kartendeck zur Verwendung. Das hat den Vorteil, dass das Kartendeck international bekannt ist und somit für jedes Publikum tauglich ist. Ein weiterer Vorteil ist, dass das angloamerikanische Kartendeck über 52 Karten verfügt, was für eine große Variabilität beim zufälligen Aussuchen von Karten sorgt. Theoretisch kann aber auch mit jedem anderen Kartenspiel gezaubert werden. Lediglich Kartenspiele in denen dieselben Karten mehrmals vorkommen (zum Beispiel bei Uno) sind ungeeignet.

Im Folgenden stelle ich drei Kartendecks vor, welche bei Zauberern als die wohl beliebtesten Basic-Decks gelten: Das bedeutet optimale Handhabbarkeit zu einem sehr geringen Preis. Die Karten eigenen sich daher genauso gut zur Verwendung als Pokerkarten.

Bicycle Rider Back / Standard

Bicycle Karten Decks

Die Bicycles sind eine Ikone der Spielkartenszene. Egal ob im Kino, Casino oder bei Zaubershows: die Standard Bicycle Decks lassen sich überall finden. Typischerweise kommen die Decks in den Farben Rot und Blau, allerdings gibt es auch special editions in anderen Farben, mit anderen Motiven, in verschiedenen Größen und sogar Kooperationen mit anderen Marken wie Supreme. Die Karten kommen mit einem Air Cushion Finish und wiegen knapp 100 Gramm.Erhältlich sind die Bicycle Rider Backs & Standard Spielkarten im zweier Pack (rot & blau) ab einem Preis von 9€, was sie zum perfekten Kartendeck im Alltag macht. Sollte mal ein Kartendeck kaputt gehen oder dreckig werden, öffnet man ein neues.

Bee Standard Spielkarten

Die Bee Standard Spielkarten werden geschätzt, weil sie einfach, modern und langlebig sind. Im Gegensatz zu den anderen beiden vorgestellten Spielkarten haben sie keine Borders, also keinen weißen Rand auf der Rückseite. Das Monogram zieht sich über die gesamte Rückseite. Bee Playing Cards sind eine Casino-Kartenmarke. Sie wurden erstmals 1892 von der New York Consolidated Card Company hergestellt, daher die Nummer „92“ auf dem Pik-As. Die USPCC erwarb das Unternehmen bereits zwei Jahre später. Standard Bee Spielkarten haben typischerweise eine blaue oder rote Rückseite. Im Gegensatz zum Bicycle Kartendeck haben Bienenkarten in der Regel randlose Rückseiten, wodurch die Vorderseite jeder Karte, die auch nur teilweise aufgedeckt ist, deutlich sichtbar ist. Die Standard-Diamantrückseite der Karte ist jedoch im Vergleich zu anderen Rückendesigns sehr regelmäßig und unauffällig, was den „Bottom-Dealing“ und einige andere Formen des Taschenspielers vereinfacht.Ein Kartendeck Bees kostet ca. 6€

Tally-Ho Circle Back Karten

Playing Card "TALLY-HO" Maeda edition 2019
Die Tally-Ho Circle Back Spielkarten sind unter anderem das Kartendeck des Vertrauens von Penn Jillette aus der berühmten Zaubershow Penn & Teller: Fool us! Auch Zauberer, die sich auf Cardistry spezialisiert haben bevorzugen oft die Tally-Ho Circle Backs. Durch das etwas glattere Finish der Karten im Vergleich zu den Bicycles eignen sie sich besonders für manche Flourishes. Als Gesamtpaket sind die Tally-Ho wie auch die Bicycles & Bees zu einem Preis von 6€ beinahe unschlagbar. Wenn du also nach etwas Abwechslung von deinen Bicycles suchst, bist du hier definitiv richtig.

Trickdecks (Spielkarten mit speziellen Eigenschaften für Zauberer)

Deutlich interessanter als normale Pokerkarten sind für einige sicherlich Trickdecks. Mit speziellen, präparierten Karten lassen sich sehr spezielle Effekte erzielen, mit denen man selbst erfahrene Zauberer oftmals noch verzaubern kann.

Svengali Deck

Das Svengali Deck ist eines der häufigsten Trickdecks, die von Zauberern verwendet werden. Diese Kartendecks sind in jedem Zauberladen zu finden und werden in fast jedem Anfänger-Magie-Kit verkauft … und das aus gutem Grund. Das Svengali Deck ist eines der vielseitigsten Trickdecks, die es zu kaufen gibt.Das Svengali-Deck kann verwendet werden, um dem Zuschauer Karten aufzuzwingen, eine ausgewählte Karte irgendwo im Deck erscheinen zu lassen oder Ihren Zuschauer seine Karte auf magische Weise selbst finden zu lassen. Mit diesem Trickdeck können verschiedenste Routinen durchgeführt werden oder sogar das gesamte Deck ohne Handgriff in eine ausgewählte Karte verwandelt werden.

Invisible Deck

Das Invisible Deck (oder Ultra Mental Deck) ermöglicht es Ihnen, einen der mächtigsten Tricks in der Magie auszuführen. Mit diesem Kartenspiel können Sie eine frei vom Zuschauer ausgewählte Spielkarte so manipulieren, dass sie als einzige umgedreht im verdeckten Kartendeck liegt.Es ist keine Überraschung, dass das Invisible Deck zur Standardausrüstung eines jeden Zauberers ist, vom Anfänger bis zum Profi. Das Invisible Deck ist großartig für Zaubertricks, bei denen der Zuschauer sehr nah am Geschehen ist und eventuell einige Handgriffe bemerken könnte. Es kann sie sogar aus schwierigen Situationen herausholen, wenn Sie den Überblick über eine ausgewählte Karte verlieren.

Stripper Deck

Manchmal auch als „Wizard Deck“ bezeichnet, hat das „Stripper Deck“ eine schier unendliche Menge an Potenzial. Es kann für alles mögliche verwendet werden, vom Gedankenlesen und Vorhersagen bis hin zur Durchführung der klassischen Ambitious Card Routine.Mit dem Stripper Deck wird eine frei ausgewählte Karte wieder in das Kartenspiel gelegt. Danach lässt sich völlig ohne Pinky Break oder ähnlichem, direkt bis zur Karte abheben, sodass sich die Karte mit leichtigkeit wieder nach oben bringen lässt. Dieses Konzept macht das Deck zu einer absoluten Geheimwaffe für jeden Zauberer.

Markierte Spielkarten

Ein markiertes Kartenspiel bietet unzählige Vorteile und verzaubert selbst langjährige Magier. Markierte Karten sind absolut unauffällig und ermöglicht erstaunliche Tricks ohne jegliches einwirken.Markierten Spielkarten verwenden nämlich clevere Markierungssysteme, die für Sie leicht zu lesen sind, aber auch gut vor Ihrem Publikum verborgen sind. Diese Informationen ermöglichen es, Farbe und Wert einer Spielkarte zu kennen und Gedanken zu lesen, Vorhersagen und vieles mehr zu treffen. Sie können auch aus kniffligen Situationen herauskommen, in denen Sie Ihre Karte im Deck verloren haben und Kartentricks spontan anpassen. Im Prinzip können markierte Spielkarten als absolut unauffälliger Force verwendet werden, weshalb es auch auf Zauberer so überzeugend wirkt.

Markierte Kartendecks lassen sich zum Beispiel mit einem Bicycle Kartendeck auch gut selber machen. Das erfordert zwar etwas Geduld, weil man 52 Karten selbst bemalen muss, der Aufwand lohnt sich aber definitiv. Nicht nur spart man sich so das Geld für ein teures markiertes Deck (ca. 20€), sondern sind die Markierungen meiner Meinung nach sogar noch deutlich unauffälliger – einziger Nachteil: je unauffälliger, desto mehr Zeit benötigt man, zu lernen, wie man die Karten erkennt.

Ein Tutorial zum Karten selber markieren findet ihr hier: (englisch)

Spielkarten für Cardistry

“Cardistry ist die Performance-Kunst des Kartenblühens. Im Gegensatz zur Kartenmagie soll Cardistry visuell beeindruckend sein und als sehr schwer auszuführen erscheinen.” – Wikipedia

Bei Cardistry geht es darum, die Karten möglichst beeindrucken zwischen den Fingern zu bewegen. Das kann bedeuten, die Karten speziell aufzufächern oder aber auch zum Beispiel beeindrucken und kontrolliert zwischen den Händen springen zu lassen.

Ein Beispiel für beeindruckende Cardistry seht ihr hier:

Nun aber dazu, welche Karten für Cardistry geeignet sind:

Grundsätzlich sind für Cardistry dieselben Karten wie fürs zaubern geeignet, allerdings würde ich empfehlen, zu einem Pokerkartendeck zu greifen. Die Maße sind ganz einfach am handlichsten und man macht sich das Lernen nicht zusätzlich schwer. Mit Bicycles oder Tally Ho’s kann man auch hier nichts falsch machen. Allerdings würde ich eher zu den Tally Ho’s raten, die sich aufgrund der etwas glatteren Oberfläche etwas leichter fächern lassen, hier aber erneut persönliche Präferenz.

Für Cardistry gibt es aber auch speziell designte Kartendecks, die durch ihr besonderes Rückseitendesign bei der Performance besonders beeindruckend aussehen.

Ein sehr berühmtes Deck in der Cardistry-Szene ist zum Beispiel das Virtuoso Kartendeck – welches übrigens im obigen Video verwendet wird. Die Karten wurden von einer Gruppe junger und talentierter Cardistry-Performer entwickelt und designed, speziell mit dem Ziel, beim Auftritt die schönsten Effekte für das Auge zu erzeugen. Von den Virtuosos gibt es mittlerweile mehr als 5 Editionen. Besonders für die älteren, ausverkauften Decks kann man allerdings sehr viel Geld ausgeben. Diese werden nichtmehr produziert und gelten in der Szene als Sammlerobjekte. Der Preis für ein Kartendeck der ersten Ausgabe liegt heute bei stolzen 200€.

Spielkarten als Sammlerobjekte

In der internationalen Szene haben sich spezielle, limitierte Spielkarten wie die Virtuosus zu echten Sammlerobjekten entwickelt. Neben den Virtuosos gibt es noch zahlreiche weitere Kartendecks, welche für mehrere hundert Euros über die Theke gehen. Bei manchen der Kartendecks spekulieren die Besitzer sogar auf weiteren Wertzuwachs.

Im deutschsprachigen Raum sind Matthias Berger und sein Partner “Hai Do” zu erwähnen, welche ihre eigenen Spielkarten der Marke “Somnium” vertreiben. Die Karten der aktuellen Kollektion sowie ein Basic Deck für einen schmalen Taler sind online in deren eigenem Shop erhältlich. Ältere, ausverkaufte Decks hingegen rufen auch hier Summen von bis zu 50€ pro Deck auf Ebay auf.

Empfehlungen & Tipps

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es eine schier unendliche Auswahl an Kartendecks gibt, welche für die meisten von uns allerdings im Regelfall uninteressant sind. Oftmals greift man doch lieber auf ein Standarddeck zurück, weil einem ein teures Deck einfach zu schade ist. Solltest du also überlegen, mit dem Zaubern oder Cardistry anzufangen, oder einfach nur Poker zu spielen, empfehle ich Standardspielkarten von Bicycle, Bee oder Tally Ho. Hier muss man sich keine großen Gedanken machen und die Decks sind für alles mögliche einsetzbar. Besonders zum Anfang, gibt es wohl keine Decks, die besser geeignet sind und mit einem Preis von nur ein paar wenigen Euros kann man hier wenig falsch machen.

Auch für etwas erfahrenere Zauberer kann es durchaus sinnvoll sein, mit einem Standarddeck zu zaubern. Die Karten sind nicht nur besser lesbar als verschnörkelte Cardistry-Karten, sondern für den Zuschauer auch ein eher bekanntes Bild. Dadurch, dass die Karten im originalverpackten Zustand normalerweise in Klarsichtfolie eingeschweißt sind, ist es für den Zuschauer also völlig klar, dass die Karten nicht manipuliert sind, sondern die Magie nur an Dir liegt. Jegliche Zweifel werden auf diese Weise sofort aus dem Weg geräumt, dass in dem Deck identische Karten wären oder die Karten gezinkt sind.

Ansonsten wünsche ich viel Erfolg beim Pokern, Schafkopfen oder Zaubern!

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